Buchvorstellung: Kommunisten gegen Hitler und Stalin

Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik.

Am 13. Oktober um 20 Uhr in der Scheinbar Trier.

In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung RLP
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Am Ende der Weimarer Republik war die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) eine weitgehend undemokratische und bürokratische Partei, ihre politische Linie wurde aus Moskau vorgegeben. Doch das war nicht immer so. Vielmehr erlebte die KPD im Lauf der zwanziger Jahre einen fundamentalen Wandel.

Nicht alle Kommunisten ließen diesen Prozess, der als „Stalinisierung“ bezeichnet wird, widerspruchslos über sich ergehen. Auf dem linken Parteiflügel entstanden verschiedene Gruppen und Fraktionen, die sich gegen die Entdemokratisierung wehrten und für eine Rückkehr zur „alten KPD“ kämpften. Später stand der Widerstand gegen die immer stärker werdenden Nationalsozialisten im Zentrum ihrer Aktivitäten.

Die KPD-Linken hatten zeitweilig zehntausende Anhänger. Darunter befanden sich bekannte Parteimitglieder wie Ruth Fischer, Karl Korsch oder Werner Scholem. Trotzdem verloren sie den Kampf um ihre Partei – nicht zuletzt, weil ihre Kritik vielen als unaufrichtig erschien. Denn an der Entdemokratisierung der KPD hatten die Linken selbst einen wichtigen Anteil.

Referent: Dr. Marcel Bois, Historiker aus Hamburg, hat kürzlich sein Buch „Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD“ (Klartext-Verlag) veröffentlicht. Er arbeitet zur Geschichte des Kommunismus und der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und ist Mitglied im Gesprächskreis Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung.