Archiv für September 2015

Herbstseminar vom 23.-25.10.

Die Falken Saar und Rheinland-Pfalz veranstalten vom 23.-25.10.2015 ihr jährliches Herbstseminar, das allen interessierten Menschen (auch Nicht-Mitgliedern) offen steht.
Stattfinden wird das Seminar im Schullandheim Biberburg in Berschweiler. Die zwei Übernachtungen und die Verpflegung sind kostenlos.

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Inhaltlich wollen wir uns in drei Workshops mit folgenden Fragen befassen:
1. Wie ist die aktuelle Situation von Geflüchteten in Deutschland? Wie entwickeln sich die Proteste von Geflüchteten? Was können wir tun?
2. Wie ist die Menschenrechtslage im kurdischen Rojava, das mitten im syrischen Bürgerkrieg ein Experiment demokratischer Selbstverwaltung versucht?
3. Was war die Neue Linke der 1960er bis 1980er Jahre? Was können wir von ihren Aktionsformen und Theoretikern, vor allem Herbert Marcuse, für heute lernen?

Weitere Informationen zu den einzelnen Seminaren erhaltet ihr spätestens eine Woche vor dem Seminarwochenende per eMail und unter www.falken-saarlouis.de.

Zu allen drei Themen haben wir kompetente ReferentInnen eingeladen. Als politischer Bildungsverband wollen wir mit unserem Seminar dazu beitragen Wissen zu aktuellen Themen und Hintergründen zu verbreiten, uns Einschätzungen zu erarbeiten und gemeinsam darüber zu diskutieren. Da die Plätze für Teilnehmende begrenzt sind, meldet Euch bitte bis spätestens 20. Oktober 2015 und verbindlich an.

Um euch anzumelden schreibt bitte eine eMail mit euren vollständigen Kontaktdaten sowie euren Essensvorlieben (vegan, vegetarisch oder mit Fleisch) an:

Falkenbüro Mosel/Saar (alexander.neupert@falken-rlp.de) oder SJD – Die Falken Kreisverband Saarlouis (kontakt@falken-saarlouis.de).

Buchvorstellung: Kommunisten gegen Hitler und Stalin

Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik.

Am 13. Oktober um 20 Uhr in der Scheinbar Trier.

In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung RLP
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Am Ende der Weimarer Republik war die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) eine weitgehend undemokratische und bürokratische Partei, ihre politische Linie wurde aus Moskau vorgegeben. Doch das war nicht immer so. Vielmehr erlebte die KPD im Lauf der zwanziger Jahre einen fundamentalen Wandel.

Nicht alle Kommunisten ließen diesen Prozess, der als „Stalinisierung“ bezeichnet wird, widerspruchslos über sich ergehen. Auf dem linken Parteiflügel entstanden verschiedene Gruppen und Fraktionen, die sich gegen die Entdemokratisierung wehrten und für eine Rückkehr zur „alten KPD“ kämpften. Später stand der Widerstand gegen die immer stärker werdenden Nationalsozialisten im Zentrum ihrer Aktivitäten.

Die KPD-Linken hatten zeitweilig zehntausende Anhänger. Darunter befanden sich bekannte Parteimitglieder wie Ruth Fischer, Karl Korsch oder Werner Scholem. Trotzdem verloren sie den Kampf um ihre Partei – nicht zuletzt, weil ihre Kritik vielen als unaufrichtig erschien. Denn an der Entdemokratisierung der KPD hatten die Linken selbst einen wichtigen Anteil.

Referent: Dr. Marcel Bois, Historiker aus Hamburg, hat kürzlich sein Buch „Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD“ (Klartext-Verlag) veröffentlicht. Er arbeitet zur Geschichte des Kommunismus und der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und ist Mitglied im Gesprächskreis Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung.