Redebeitrag auf der Kundgebung

Hier veröffentlichen wir unseren Redebeitrag auf der Kundgebung gegen Geschichtsrevisionismus zum sogenannten „Heimatbrunnen“ am Trierer Rathaus:

Eine PDF-Version der Rede zum Download findet ihr hier: Falken-Rede 13.11.2014

„Hallo, wir sind Anna und Arthur von den Falken Trier,

wir freuen uns, dass ihr an der Kundgebung gegen NS-Verherrlichung und Geschichtsrevisionismus teilnehmt. Geschichtsrevisionismus meint, dass die Geschichte, , umgedeutet und verdreht wird. Insbesondere gilt das für die Geschichte des deutschen Nationalsozialismus. Sie wird im Sinne nationalistischer Ideologie zurechtgebogen. Am 22.11. wollen Nazis in Remagen ihre Menschenverachtung und ihr verlogenes Geschichtsbild auf die Straße tragen. Wir werden ihnen entgegentreten.

Aber auch in Trier finden sich Revanchismus, also die Ablehnung der territorialen Bestimmungen von 1945, insbesondere der Oder-Neiße-Grenze, und Verherrlichung der faschistischen Vergangenheit. Wir stehen hier am sogenannten Heimatbrunnen oder Vertriebenenbrunnen. Dieser Brunnen steht für die Forderung, polnische Gebiete an Deutschland abzutreten. Dabei wird auf territoriale Ansprüche des NS-Staates, des Kaiserreichs und Preußens zurückgegriffen. Die Tafel, die am Brunnen zu sehen ist, nennt eine Reihe polnischer Städte. Dabei werden jedoch die deutschen Namen verwendet. Die Überschrift „Einigkeit und Recht und Freiheit“ lässt keinen Zweifel an der Absicht.
Wie kommt es, dass „heute, nach fast 70 Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, über 40 Jahren seit den Ostverträgen und über 20 Jahren seit dem Ende des ‘Eisernen Vorhangs’“, hier ein Denkmal für deutsche Herrschaftsansprüche geblieben ist?