Archiv für November 2014

Presseartikel zur Kundgebung

Der Volksfreund berichtet über unsere Kundgebung gegen Geschichtsrevisionismus am 13.11.2014 in Trier:

„Gegen die Umbenennung des umstrittenen Trierer Vertriebenenbrunnens simmten vor zwei Jahren 22 von 26 Abgeordneten des Trierer Stadtrats. Der Brunnen steht am Augustinerhof in der Nähe des Theaters und erhitzt immer noch die Gemüter. Für Alexander Neupert, Bildungsreferent bei der Sozialistischen Jugend Die Falken steht eine Plakette an dem Bauwerk für eine „Verherrlichung der faschistischen Vergangenheit“ – und somit als Symbol von Geschichtsrevisionismus mitten in der Stadt. So gehörte er zu den 23 Demonstranten, die mit Bannern und Ansprachen gegen den Namen des Brunnens und die Aufschrift protestierten.
Der Satz, der für Magenschmerzen bei den Gegnern sorgt: „Einigkeit und Recht und Freiheit. Breslau, Gleiwitz, Königsberg, Eger und Marienburg.“ Dies wecke Assoziationen, dass die Gebiete wieder an Deutschland abzutreten seien.
Neupert: „Die territorialen Bestimmungen von 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, werden so eindeutig abgelehnt.“ Eine Tafel mit einer Erklärung, die Stadtverantwortliche vor zwei Jahren anbrachten, reicht den Demonstranten nicht aus. Darauf heißt es unter anderem, der Brunnen sei ein Zeugnis seiner Zeit, und „Heute leben wir friedlich und ausgesöhnt zusammen im vereinten Europa“. Die Demon-stranten fordern die Umbenennung des Brunnens – und die Entfernung der Plakette. Dazu stören sie sich auch an den Skulpturen des im Jahr 2001 verstorbenen Wittlicher Bildhauers Hanns Scherl vor dem Sparkassengebäude und der Kreisverwaltung. Er war Mitglied in der NSDAP.
Die Forderung der Falken: „Wir verlangen eine kritische Auseinandersertzung der Stadt mit der Person Hanns Scherl.“

Ihr findet den Artikel auch unter folgendem Link:

Artikel im Volksfreund zur Kundgebung

Redebeitrag auf der Kundgebung

Hier veröffentlichen wir unseren Redebeitrag auf der Kundgebung gegen Geschichtsrevisionismus zum sogenannten „Heimatbrunnen“ am Trierer Rathaus:

Eine PDF-Version der Rede zum Download findet ihr hier: Falken-Rede 13.11.2014

„Hallo, wir sind Anna und Arthur von den Falken Trier,

wir freuen uns, dass ihr an der Kundgebung gegen NS-Verherrlichung und Geschichtsrevisionismus teilnehmt. Geschichtsrevisionismus meint, dass die Geschichte, , umgedeutet und verdreht wird. Insbesondere gilt das für die Geschichte des deutschen Nationalsozialismus. Sie wird im Sinne nationalistischer Ideologie zurechtgebogen. Am 22.11. wollen Nazis in Remagen ihre Menschenverachtung und ihr verlogenes Geschichtsbild auf die Straße tragen. Wir werden ihnen entgegentreten.

Aber auch in Trier finden sich Revanchismus, also die Ablehnung der territorialen Bestimmungen von 1945, insbesondere der Oder-Neiße-Grenze, und Verherrlichung der faschistischen Vergangenheit. Wir stehen hier am sogenannten Heimatbrunnen oder Vertriebenenbrunnen. Dieser Brunnen steht für die Forderung, polnische Gebiete an Deutschland abzutreten. Dabei wird auf territoriale Ansprüche des NS-Staates, des Kaiserreichs und Preußens zurückgegriffen. Die Tafel, die am Brunnen zu sehen ist, nennt eine Reihe polnischer Städte. Dabei werden jedoch die deutschen Namen verwendet. Die Überschrift „Einigkeit und Recht und Freiheit“ lässt keinen Zweifel an der Absicht.
Wie kommt es, dass „heute, nach fast 70 Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, über 40 Jahren seit den Ostverträgen und über 20 Jahren seit dem Ende des ‘Eisernen Vorhangs’“, hier ein Denkmal für deutsche Herrschaftsansprüche geblieben ist?

Kampagne „NS-Verherrlichung? Stoppen!“

Die SJ – Die Falken Trier präsentiert euch in Kooperation mit der Autonomen Antifa Trier die Kampagne „NS-Verherrlichung? Stoppen!“

Die Kampagne ist letzten Freitag, am 31.10. mit einer Soli-Party im Infoladen in Trier gestartet und euch erwarten in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere tolle Veranstaltungen:

Bei allen Veranstaltungen der Aktionstage können Bustickets für 5 € gekauft werden.

09.11. Antifaschistischer Stadtrundgang der AG Frieden um 15 Uhr in der Sichelstraße 36.

13.11. Kundgebung „Gegen Geschichtsrevisionismus“ am sogenannten „Vertriebenenbrunnen“ in Trier

21.11. Letzte Infos zur Demonstration und Infovortrag „Was tun wenn’s brennt“ im Infoladen

22.11. Gemeinsame Busfahrt zu den antifaschistischen Gegenprotesten in Remagen.

Mehr Infos zu der Demonstration in Remagen findet ihr unter: remagen.blogsport.de